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One Light Setup, ein Blitz reicht auch mal aus

Für ein schönes Portrait oder eine tolle Fashion Aufnahme muss man nicht immer Unmengen an teurem Equipment auffahren. Ich habe mittlerweile einiges an Equipment zur Verfügung und weiß dieses auch einzusetzen, aber gehe doch immer wieder gern auf simple Setups zurück. Ein einziger Blitz reicht schon aus, um ein Model toll ausleuchten und verschiedene Stimmungen schaffen. Hierzu kann man verschiedene Lichtformer verwenden, was unterschiedliche Bedingungen und Stimmungen, aber auch Schwierigkeiten mit sich bringt. Über eines meiner Lieblings One Light Setupups habe ich bereits vor einiger zeit geschrieben, das “Marlene Dietrich Licht” oder auch “Schmetterlings Licht” genannt (siehe hier).

Vorteile von One Light Setups
Der Vorteil eines Setups mit nur einem Licht liegt klar auf der Hand. Weniger Equipment und somit geringere Kosten, man hat weniger zu Kontrollieren und kann das Licht einfacher kontrollieren. Mit einem Studioblitz mit Einstelllicht sieht man recht genau was man belichtet und wie die Schatten fallen. Doch auch das Licht eines entfesselten Systemblitzes ohne Einstelllicht ist einfacher einzuschätzen als bei der Verwendung von mehreren.

Nachteile von One Light Setups
Es gibt aber, wie immer im Leben, auch Nachteile. Da man nur eine Lichtquelle hat und da wo Licht ist auch Schatten entsteht, besonders um so kleiner der verwendete Lichtformer und somit die Lichtquelle ist, um so größer ist die Gefahr ungewollte Stellen zu betonen. Hautunreinheiten, Unebenheiten, Falten, Pickelchen usw. werden durch harte Schatten schnell sichtbar. Somit gilt es bei One Light Setups gut aufzupassen und zu überlegen wie man sein Licht platziert und das Model dirigiert.

Lichtformer beim One Light Setup
Am einfachsten gestalten sich One Light Setups mit möglichst großen Lichtformern, wie z.B. eine 1,50m oder größere Octabox. Die belichtete Fläche ist so groß, dass sich das Model relativ frei bewegen kann, ohne das gleich unschöne Nasenschatten oder dunkle Augen entstehen und dazu sind die Schatten recht weich.

Bei kleineren Lichtformern wird es schon etwas schwieriger. Ich verwende für One Light Setups gern ein Striplight, das kann ich drehen und so der Pose des Models anpassen um ungewollte Schatten möglichst zu vermeiden. Allerdings ist dabei der Spielraum der Posen schon geringer, wenn man die Softbox nicht ständig nach korrigiert. Das kann man aber noch verschärfen, in dem man eine Wabe auf das Striplight packt. Dadurch werden die Schatten knackiger, das Licht wesentlich enger und der Spielraum für Posen noch mehr begrenzt, aber man bekommt eine tolle Lichtsituation die an den Rändern schnell ins Dunkle ausläuft.

Doch es geht noch extremer, mit einer Beauty Dish zum Beispiel. Bei einer so kleinen Lichtquelle wie der Dish muss man darauf achten, das die Bewegungsfreiheit des Kopfes des Models fast null ist. Dreht das Model den Kopf ein Stück zu weit nach links/rechts oder hebt/senkt es den Kopf zu weit, dann bekommt man schnell schreckliche Nasenschatten, dunkle Augen oder unschöne Konturen. Auch dieses Licht kann man noch verschärfen indem man eine Wabe auf die Dish packt. Man kann eine unglaubliche Stimmung damit erzeugen, zum Beispiel einen Spot auf das Gesicht und das Licht läuft extrem schnell ins Dunkle aus. Aber die Kontrolle über das Model und deren Posen muss hier besonders gut sein.

Drei Beispiele, von großer Lichtquelle (1,50er Octabox), über ein Striplight mit Wabe bis zu einer Beautydish mit Wabe. Man kann sehr schön erkenne, wie die der Schatten an sich immer mehr zunimmt und die Kontraste durch den härter werdenden Schatten gesteigert werden.